Home Hühner, Hochbeete und Co.: Echte Nachhaltigkeit beginnt im eigenen Garten

Hühner, Hochbeete und Co.: Echte Nachhaltigkeit beginnt im eigenen Garten

Hühner und altes Fahrrad
2020-02-10

Hühner im Hinterhof, Mist statt industriellem Dünger und praktische Hochbeete, die den Gang zum Supermarkt überflüssig machen – was die meisten Menschen heutzutage nur noch aus den Erzählungen der Großeltern kennen, erfreut sich nicht zuletzt „dank“ der aktuellen Klima- und Umweltschutzdebatte auch bei den jüngeren Gartenbesitzern immer größer werdender Beliebtheit.
Doch spätestens wenn es darum geht, diese hehren Ziele auch tatsächlich in die Tat umzusetzen, folgt dem anfänglichen Enthusiasmus der (angehenden) Gärtner recht schnell die Ernüchterung:
Was werden die Nachbarn sagen, wenn plötzlich Hühner durch den Garten huschen?
Wohin mit all dem Mist? Und wie baut man denn überhaupt so ein Hochbeet?
Fragen über Fragen – und wir liefern die Antworten dazu.

Ein Blick in Deutschlands Gärten zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit für viele Menschen hierzulande immer wichtiger wird: FSC-zertifizierte Holzgartenmöbel statt schnödem Plastik, blühende Wiesen statt hässlichem Schotter und Nutz- statt Zierpflanzen – da freut sich das grüne Gewissen. Wer der Natur und nicht zuletzt auch dem eigenen Garten jedoch wirklich etwas Gutes tun möchte, geht noch einen Schritt weiter. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Hühnern, die die verschiedenen Küchenabfälle in leckere Eier verwandeln und sich darüber hinaus perfekt als Geheimwaffe gegen Schnecken und sonstige ungebetene Gäste eignen? Oder wäre es nicht schön, wenn man Obst, Gemüse und Kräuter eigenhändig anbauen könnte, ohne sich Gedanken um Schädlingsbefall und Rückenschmerzen machen zu müssen? Alles kein Problem – zumindest wenn man weiß, wie es geht. Und um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, zeigen wir in dem nun folgenden Artikel, worauf man bei der Hühnerhaltung achten muss und wie man Hochbeete ganz einfach selber bauen kann.

Die facettenreichen Vorteile eines Hochbeetes

So ein Hochbeet verschönert nicht nur den eigenen Garten, sondern bringt zudem noch viele weitere Vorteile mit sich. Welche das sind, zeigt die nun folgende Übersicht. Vorab jedoch noch einige kurze Worte dazu, wie man ein Hochbeet aufbauen und was man bei der Bepflanzung auf jeden Fall beachten sollte. Zum einen muss die Höhe des Hochbeetes so gewählt werden, dass man bequem im Stehen daran arbeiten kann. Zum anderen sollte man auf die Stabilität und nicht zuletzt auch auf die Belüftung achten, um Staunässe und Feuchtigkeit zu verhindern.

Dazu reicht bereits eine circa 20 Zentimeter hohe Schicht aus Baumschnitt und kleinen Ästen am Boden des Hochbeetes. Tipp: Ein engmaschiges Gitter unterhalb der ersten Schicht verhindert auf elegante Art und Weise den unerwünschten Besuch von Wühlmäusen. Für die nachfolgenden Schichten eignen sich unter anderem Rasenboden und Grasschnitt, Laub, Kompost und Blumenerde. Bei der Bepflanzung spielt vor allem der eigene Geschmack eine Rolle – doch egal ob es nun ein Kräuter-, Blumen- oder Gemüsehochbeet werden soll, gilt es darauf zu achten, dass die Pflanzen ausreichend Platz, viel Licht und natürlich auch immer genug Wasser haben.

  • 1. Vorteil: Keine Chance für Wühlmaus, Nacktschnecke und Co.
    Wer kennt es nicht: Das mühevoll gepflegte Gemüse steht kurz vor der Ernte, doch waren Maulwürfe, Schnecken, Mäuse und Kaninchen mal wieder schneller. Hier schafft ein Hochbeet schnell und einfach Abhilfe, da sowohl die reine Höhe, als auch Hilfsmittel wie Drahtgitter und nach unten abgewinkelte Stahl- oder Kupferbleche am Rand des Hochbeetes den unliebsamen Besuch sämtlicher Schädlinge verhindern.
  • 2. Vorteil: Nie wieder Rückenschmerzen
    Im Vergleich zu den normalen Beeten ist das Pflanzen, Jäten und Ernten an einem Hochbeet ein wahrer Traum für Rücken und Gelenke. Man muss sich nicht mehr bücken und kann stattdessen ganz bequem im Stehen arbeiten.
  • 3. Vorteil: Reiche Ernte trotz schlechter Bodenbeschaffenheit und Platzmangel
    Hochbeete eignen sich vor allem auch für kleine Gärten oder den Balkon, da sie nur wenig Platz benötigen und trotzdem eine üppige Ernte ermöglichen. Außerdem spielt die Beschaffenheit des Bodens (belastet, zu dicht oder zu nährstoffarm) keine Rolle, da man durch das Hochbeet unabhängig von dem übrigen Garten ist.
  • 4. Vorteil: Perfekt für Küchen- und Gartenabfälle
    Was für den Kompost gut ist, eignet sich auch für die Befüllung eines Hochbeetes. Ob nun der Grasschnitt vom letzten Rasenmähen, Gemüse- und Salatreste, oder Laub und sonstige Grünabfälle – in Kombination mit ein wenig reichhaltiger Blumenerde wird daraus eine wahre Nährstoffbombe.
  • 5. Vorteil: Frisches Gemüse – unabhängig von der Jahreszeit
    Aufgrund der sogenannten Verrottungswärme können Hochbeete bereits zu Frühlingsbeginn und sogar in milden Wintermonaten befüllt und abgeerntet werden. Somit ist man unabhängig von der normalen Anbausaison und geschützt vor faulender Nässe und Bodenfrost.

Hühner im eigenen Garten halten: Worauf sollte man dabei achten?

Jeden Morgen ein frisch gelegtes Frühstücksei auf dem Tisch, ohne dafür extra zum Supermarkt fahren zu müssen – was früher ganz normal war, wirkt heutzutage schon fast ein bisschen dekadent. Doch wer sich diesen Luxus tatsächlich gönnen möchte, sollte nicht zuletzt auch laut den Garten-Experten des Bayrischen Rundfunks bereits schon im Vorfeld einige Dinge beachten. Das Wichtigste vorab: Die Tiere müssen ausreichend Freiraum (im Optimalfall rund zehn Quadratmeter pro Huhn), eine geschützte Futterstelle, sowie einen wildtiersicheren Stall mit einem Sandbad und einer Stange als Schlafplatz haben. Darüber hinaus gelten Hühner bekanntlich nicht als Einzelgänger, daher empfiehlt es sich auch, mindestens zwei (oder besser noch drei) Hühner gleichzeitig zu halten.

Während die Hinterlassenschaften des Geflügels ganz nebenbei den Boden düngen, kann man den Mist aus dem Stall hervorragend dazu nutzen, um die Erde im Hochbeet mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Außerdem sollte man sich – für den Fall der Fälle – darüber informieren, wo der nächste Tierarzt zu finden ist und wer sich um die Hühner kümmern kann, falls man beispielsweise in den Urlaub fährt. Bei der Auswahl der Rasse spielt hauptsächlich der zur Verfügung stehende Platz eine Rolle. Bei eher kleinen Gärten empfehlen sich die sogenannten Zwergrassen, wie zum Beispiel die Zwerg-Seidenhühner, Bantams oder die Deutschen Zwerghühner. Abschließend noch ein kleiner Tipp: Um der gefürchteten Geflügelpest und sonstigen Krankheiten von Anfang an keine Chance zu geben, sollte man die Tiere möglichst frühzeitig impfen lassen. Und nicht vergessen: Auch gesunde Hühner müssen bei dem zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse gemeldet werden.

Füge einen Kommentar hinzu

Du musst eingelogged sein um kommentieren zu dürfen.

Werbung



Werbung AXT-electronic

Werbung Bio-Hühnerfutter von Eierschachteln.de

Tipps

Teaser Gartenhühner Bauanleitung

Teaser Blogbeiträge

Pin It on Pinterest

Share This

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen