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Der Hühnerstall – Einstreu, Futter und Beleuchtung

2013-06-30

Der Hühnerstall - Trink- und Futterstelle

Zur Fütterung der Hühner muss im Hühnerstall aber auch Außerhalb ein Futterplatz eingerichtet werden, da bei schlechtem Wetter die Tiere im Stall bleiben und dort gefüttert werden müssen. Außerhalb des Hühnerstalles sollte darauf geachtet werden, dass der Futterplatz überdacht ist. Wird Futter lose im Gras oder Hühnerauslauf gestreut, dann maximal so viel, wie noch am selben Tag von den Hühnern verzehrt werden kann. Zu große Mengen an herumliegendem Futter locken Mäuse und andere Nager an.

Wie bei allen Tieren, sollte auch für Hühner der Wassertrog oder eine Wasserstelle zu jederzeit erreichbar sein.

Eine trockene Wasserstelle am Hühnerstall
Eine trockene Wasserstelle am Hühnerstall

Die Futter- und Trinkgefäße der Hühner müssen im Hühnerstall so aufgestellt werden, dass die Hühner sie leicht erreichen können. Weiterhin müssen sie zugluftfrei platziert werden. Nicht zu nahe am Eingangsbereich, damit man beim Eintreten nicht darüber stolpert. Außerdem so, dass die Hühner Einstreu und Kot nicht hineinscharren können. Am besten ist es, wenn man den Futtertrog und die Wassertränke etwas erhöht hinstellt oder sogar aufhängt. Somit wird vermieden, dass Futter durch verspritztes Wasser nass wird und evtl. verschimmelt.

Für das Futter ist ein einfacher Holztrog mit einem Fressgitter, welches aufgeklappt werden kann, vollkommen ausreichend. Wer handwerklich geschickt ist, kann sich den Trog auch selbst bauen. Um das Aufsitzen der Hühner zu verhindern ist es ratsam, drehbare Holzleisten anzubringen.Eine rundherum nach innen angebrachte Holzleiste verhindert zudem das Herausscharren des Futters. Bei der Fressmenge ist zu beachten, dass diese bei einer Henne einer großen Rasse bei 120 g Trockenfutter pro Tag liegt. Daher muss das Fassungsvermögen des Futtertroges entsprechend der Hühnerzahl ausgelegt werden. Grundsätzlich gilt, dass nur einwandfreies Futter, auf keinen Fall Verschimmeltes, Vergorenes oder sonst wie Verdorbenes Futter verfüttert werden. Diese Sachen gehörten in den Müll und keinesfalls in den Futternapf. Wenn man zur Hühnerfütterung saure Milch verwendet, sollte man keinen Trog aus verzinktem Blech verwenden, da die Säure der Milch das Blech angreift und giftige wasserlösliche Zinkverbindung entstehen, die die Gesundheit der Hühner beeinträchtigen.

Beim Futter selbst muss man entscheiden, ob man Alleinfutter oder Ergänzungsfutter gibt. Im Alleinfutter sind alle Komponenten für eine ausgewogene Hühnerernährung vorhanden. Beim Ergänzungsfutter muss man sich allerdings über eine ausgewogene Ernährung Gedanken machen. Was ist im Futtersack enthalten und was muss ich noch zufüttern. In den meisten Fällen ist dies das Getreide. Auf der Futtertüte sollte vermerkt sein, wie viel Getreide ich noch zufüttern muss.

Für das Wasser sind Stein- oder Plastikgefäße gleich gut geeignet. Ebenso Tränken aus feuerverzinktem oder emailliertem Blech. Ungeeignete Gefäße sind Blechbüchsen, Margarinebecher und Blechteller. Diese Gefäße sind zu leicht und werden von den Hühnern schnell umgekippt. Hierdurcht entstehen Wasserlachen mit durch Kot verunreinigtem Wasser. Das ist für die Gesundheit der Hühner in jedem Fall zu vermeiden.

Ein selbstgefertigter Sockel aus Beton oder anderem Material kann die Tränke stabilisieren. Sollten Eure Hühner die Tränke umwerfen, versucht es mit dieser Erhöhung.

Das Wasser muss immer frisch sein. Im Handel gibt es daher auch Tränken, in denen jederzeit frisches Wasser nachfließt. 2 Liter Wasser werden etwa von 10 Hennen pro Tag benötigt. Bei 20 Hennen sind es bereits 5 Liter.

Das Grünfutter, Saftfutter oder Raufutter

Je nach Größe der Hühnerherde kann es passieren, dass das Grünfutter im Garten nicht mehr ausreicht. Und im Winter steht kaum oder gar kein Grünfutter zur Verfügung. Dann sollte Grünfutter in Form von Blättern des Grün- oder Rosenkohls, des Lauchs und des Rot- und Weißkrauts im Hühnerstall angeboten werden. Ebenso können winterharte Salatsorten gefüttert werden.

Zahme Hühner lassen sich gerne auch mal persönlich füttern
Zahme Hühner lassen sich gerne auch mal persönlich füttern

Auch die Blätter von Löwenzahn, Vogelmiere, Klee oder Rüben werden gerne gefressen.
Klein gehackte Möhren tragen ebenfalls zur Gesunderhaltung der Tiere bei.

Am besten wird das Grünfutter in eine Raufe, die an der Wand befestigt ist gefüllt und nicht direkt auf den Stallboden gestreut. Gute Dienste tut auch ein Drahtkorb, der an der Decke befestigt ist und so weit herunterhängt, dass die Hühner fressen können, ohne sich zu sehr zu strecken.

Wenn sie Futterrüben verfüttern, so können diese auf Nägel oder Stöcke aufgespießt werden – aber Achtung, dass sich niemand beim Vorbeigehen daran verletzen kann

Der Grit im Hühnerstall

Alle Körnerfresser, somit auch Hühner benötigen für die Verdauung kleine Steinchen. Diese scharfkantigen Kiesel-, Quarz- oder Kalksteinchen nennt man Grit. Ist dieser Grit noch mit etwas Holzkohle vermengt, hilft es auch gegen Durchfall und andere Verdauungsstörungen. Zugesetzter Kalk hilft bei der Bildung der Eierschalen und trägt zum Knochenaufbau bei.

Baut man einen Gritkasten selbst, so sollte man diesen in drei Fächer unterteilen. In jedes dieser Fächer füllt man die oben genannten Zusatzstoffe. Die Hühner picken dann das auf, was sie benötigen.

Das Einstreu im Hühnerstall

Hühner lieben natürliches Einstreu um und in ihrem Hühnerstall
Hühner lieben natürliches Einstreu um und in ihrem Hühnerstall

Jedes Huhn will Scharren und picken. Das sind angeborene Verhaltensweisen. Beim Einrichten eines Hühnerstalles und eines Geheges müssen daher immer Möglichkeiten hierzu geschaffen werden. Im Freien hat das Huhn immer Gelegenheit zum Scharren und Futtersuchen. Kann es aber aufgrund der Witterung nicht ins Freie, so soll es auch im Stall oder im Wintergarten eine Scharrmöglichkeit geben. Hierzu muss der Boden mit einer Einstreu bedeckt werden. Diese sollte aus kurz geschnittenem Roggen- oder Weizenstroh und ökologisch einwandfreien Holzspänen bestehen. Torf sollte nicht verwendet werden, zum einen aus Naturschutzgründen, zum anderen da er sehr staubt. Im Fachhandel werden aber Torfersatzstoffe angeboten.

Außerdem eignen sich hierzu ebenfalls Sägemehl (nur von chemisch unbehandeltem Holz), Torfersatzstoffe, Getreidestroh, geschrotete Maiskolben, Laub, Farnkraut, Heublumen und gehäckseltes Heu. Die Einstreu sollte nicht zu trocken und nicht zu feucht sein sondern feinkrümelig zerfallen(in der Hand dürfen sich keine Klumpen bilden). Die Einstreuschicht sollte etwa 10 – 15 cm hoch sein. Wenn jetzt noch ein paar Körner ausgestreut werden, können die Hühner nach Herzenslust scharren und picken.

Die künstliche Beleuchtung

Wenn Wert auf besondere Legeleistung bei den Hühnern Wert gelegt wird, sollte man sich hinsichtlich der Beleuchtung an die Empfehlungen des Vereins gegen tierische Massentierhaltung e.V. in Heikendorf bei Kiel halten. Pro Quadratmeter Stallgrundfläche sind demnach 3 Watt erforderlich. Sitzstangen und Stallboden sind gleichmäßig zu beleuchten. Leuchtstoffröhren sind gut geeignet und verbrauchen weniger Energie. Diese sind in einer Höhe von 1,8 – 2 m aber nicht niedriger als 1,5 m aufzuhängen. Insgesamt sollen die Tiere 13 bis 14 Stunden Licht am Tag bekommen (natürliches und künstliches Licht zusammen). Eine Morgenbeleuchtung kommt den Tieren am ehesten entgegen. Hierbei ist aber zu beachten, dass die Beleuchtung immer zum gleichen Zeitpunkt erfolgt. Daher bietet sich eine automatische Regelung an.

Wer aber auf eine gesteigerte Legeleistung der Hühner nicht zu großen Wert legt, der sollte nicht in ihren Biorhythmus eingreifen und es den Hühnern überlassen, wann sie morgens aufstehen und abends schlafen gehen möchten.

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So sehen die herkömmlichen, handelsüblichen Tränken für Hühner aus. Eine Version in Kunststoff und die Luxusversion aus Metall. Natürlich kann ein Wassertrog auch selbst gebaut werden. Wichtig ist immer, dass der Trog nicht umfallen kann. Und das Wasser bitte regelmäßig erneuern, um Verunreinigungen und somit Krankheiten zu verhindern.

Und hier noch zwei Versionen eines Futtertroges für Hühner. Auch dieser kann natürlich selbst gebaut werden. Auch bitte immer die Anzahl der Hühner mit einplanen. Bei einer großen Herde lieber ein oder zwei Futtertröge mehr kaufen.

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