Die Mycoplasmose

2012-11-13

Einführung in die Mycoplasmose

Die Mykoplasmose ist eine Infektionskrankheit die durch Bakterien der Gattung Mykoplasma verursacht wird. Die zellwändelosen Bakterien (Mycoplasma gallisepticum) selbst besiedeln die Schleimhäute der Hühner und führen in erster Instanz zu Schnupfen und Atemproblemen. Oft tragen Hühner Mykoplasmen in sich, ohne, dass es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt oder nur zu einer milden Erkrankung der oberen Atemwege. Erst zusätzliche Faktoren, wie mangelnde Hygiene, Impfviren und E.coli-Infektionen (Secundärinfektionen) die das Imunsystem des Huhnes schwächen, führen dann zu einem Ausbruch der chronischen und seuchenhaften Erkrankung Mycoplasmose.

Verbreitung

In großen Mastbetrieben ist die Mykoplasmose deutlich mehr vertreten als bei kleinen, privaten Hühnerhaltern. Hühnerhalter im privaten Bereich haben weniger ein Problem mit der Hygiene, die Hühner infizieren sich viel mehr auf Ausstellungen oder durch bereits, nicht merkbar erkrankte, hinzugekaufte Tiere.

Am bedeutendsten ist die Übertragung der Mycoplasmen durch das Muttertier auf das Brutei und somit an die Nachkommenschaft. Auch Luft,- und Kontaktübertragungen sind möglich.

Diagnose

Mit einer Inkubationszeit von 10-30 Tagen, bricht die Mykoplasmose bei Hühnern eher schleichend aus. Wie in den meisten Fällen von Hühnerkrankheiten sind auch bei dieser Infektion vor allem Jungtiere im alter von 4-8 Wochen betroffen.

Es kommt zu einer Luftsack,- und Herzbeutelentzündung die schnell zum Tode führen wird.

Erkrankte Hühner weißen folgende, erkennbare Symptome auf:

  1. Starker Schnupfen
  2. Die Legeleistung der Henne geht deutlich zurück
  3. Ein erkrankter Hahn kräht nur noch wenig bis gar nicht mehr
  4. Bindehautentzündung bei Küken
  5. Nasen,- und Augenausfluss
  6. Schniefende, schmatzende Atemgeräusche, Schnabelatmung
  7. Nachlassender Appetit, dadurch schlechtere Wachstumsgeschwindigkeit bei Küken und Jungtieren (Mastbetrieb)
  8. Ungepflegtes Gefieder
  9. Infektionen der Unteraugenhöhle, beschrieben wird oft ein “eulenartiges Aussehen”
  10. Todesfälle, vor allem bei Küken und Jungtieren

Der Erregernachweis erfolgt meist durch einen PCR-Test.

Behandlung

Ist ein Hühnerbestand nur in einem leichten Ausmaß mit Mykoplasmen infiziert reicht zur Behandlung ein Breitbandantibiotikum. Allerdings werden die Hühner auch durch eine mehrfache Behandlung nie wieder Erregerfrei sein. Bereits infizierte Elterntiere könne immer wieder zu Neuinfektionen unter den Hühnern führen.

Wesentlich effektiver ist eine Vorbeugung der Mycoplasmose durch aktives Immunisieren (Impfen), ausreichender Hygiene und gezielter Schlachtung bereits infizierter Hühner.

Im allgemeinen sind die heutigen Zuchtbestände von Hühnern frei von Mycoplasmose.

Quellen und wichtige Links:

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