Hühnerkrankheiten

Hühner sehen oft nach der Mauser kränklich aus. Hier hilft energiereiche und eiweißreiche Zusatznahrung
Hühner sehen oft nach der Mauser kränklich aus. Hier hilft energiereiche und eiweißreiche Zusatznahrung

Vermeidung von Hühnerkrankheiten

Viele Hühnerkrankheiten können vermieden werden. Eine artgerechte und saubere Haltung, beispielsweise ein ausreichend geräumiger, heller und gut klimatisierter Stall, dessen regelmäßige Säuberung leicht und gut funktioniert, sowie gutes und abwechslungsreiches Futter, mit permanent ausreichend verfügbarem frischen Wasser sind die Basis für eine gute Hühnergesundheit.

Die regelmäßige, genaue Beobachtung der Hühner hilft, Hühnerkrankheiten und auch "soziale Missstände" frühzeitig zu erkennen.

Neue Hühner sollten für eine Weile getrennt von der bestehenden Herde gehalten werden um sicherzustellen, dass sie keine Krankheiten einschleppen. Auch lassen sich in diese Quarantänezeit bspw. die Impfung gegen Newcastle Disease oder eine Entwurmung durchführen.

Wenn Hühner krank werden: Generelles

Wenn man seine Hühner regelmäßig gut beobachtet, können kranke Hühner meist sehr schnell erkannt werden. Oft sind sie aufgeplustert, haben keine Lust zu fressen, sitzen abseits oder werden gar von anderen Hühnern gepickt.
Manche Hühnerkrankheiten oder Parasiten sind nicht so gut zu erkennen. Bei Milben im Stall oder Würmern im Kot muss man schon etwas genauer hinschauen (bspw. nach Milben in den Ritzen des Stalls). Es lohnt sich auch, gelegentlich mal ein Huhn zu fangen um es dann genauer zu inspizieren.

Viele Krankheiten können bei Hühnern relativ schnell verlaufen, die Strategie des Aussitzens - "das wird schon wieder" - ist also nicht angeraten.
Wenn das Huhn oder gar die Herde krank erscheint, ist eine Diagnose schnellstens gefragt. Ist die Diagnose der vorliegenden Hühnerkrankheit sicher, sind bewährte Mittel einzusetzen. Bist du dir unsicher, betreffend Diagnose oder Medikation, solltest du so schnell es geht zum Tierarzt. Auch wenn eine Behandlung öfters auftretender Hühnerkrankheiten oder Impfungen zum ersten Mal ansteht, lieber gleich zum Tierarzt und professionellen Rat einholen. Ernsthaft kranke Hühner sterben schnell.

Der Tierarzt ist natürlich auch für das Verschreiben und oft auch für die Beschaffung der richtigen Medikamente zuständig.
Auch kann er dich im Extremfall bei der Entscheidung unterstützen: Heilungsversuch oder Notschlachtung?

Hühner werden krank, besonders wenn sie sehr jung oder relativ alt werden. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann also auch mit einem gewissen Sinn über Schlachtung nachgedacht werden.

Kranke Hühner bzw. Hühner die den Anschein erwecken erkrankt zu sein, sollten immer separiert und sofort genauestens inspiziert werden. Oft erkennt man schon daran, wie leicht das Huhn zu fangen ist, ob es wahrscheinlich ernsthafter krank ist. Nach einer ersten Begutachtung solltest du dir immer die Frage stellen, ob weitere Tiere gefährdet sind. Wenn die Hühnerkrankheit klar diagnostiziert wurde, ist sofort die Behandlung einzuleiten. Ist die Diagnose unklar, solltest du so zeitnah es geht mit dem Huhn zum Tierarzt gehen.

Wie gesagt:
Sieht das Huhn kränklich aus?
Du hast keinen Plan was es hat oder wie man es behandelt?
Geh dem Huhn zuliebe zum Tierarzt!

Je länger du Hühner hältst, desto mehr Erfahrung wirst du im Umgang mit und in der Behandlung von Hühnerkrankheiten bekommen. Eventuell werden dann auch noch brauchbare Medikamente vom letzten Mal verfügbar sein. du wirst wissen was zu tun ist, dann kannst du es einfach tun.

Sollte der Tierarzt nicht zu Dir kommen, musst du mit dem Huhn zum Tierarzt. Also Huhn fangen und ab in eine Kiste. Und bitte auf die Luftzufuhr und die Temperatur im Auto achten. Eine Abdeckung mit einer Decke verdunkelt die Kiste und das Huhn wird sich ruhiger verhalten. Auch kann, aus klar einleuchtenden Gründen, unten eine wasserdichte Wanne oder wenigstens eine Plastikunterlage sinnvoll sein.

Hühnerkrankheiten können generell in folgende Kategorien unterteilt werden:

Hühnerkrankheiten durch Viren

Hühnerkrankheiten durch Bakterien

Hühnerkrankheiten durch Parasiten

Hühnerkrankheiten aufgrund schlechter Haltungsbedingungen

Basierend auf der Liste "Haltungsbedingte Ursachen" aus dem aus dem Buch "Hühner halten: artgerecht und natürlich" hier einige generelle Fragestellungen, die man sich bei Verhaltensstörungen der Hühner fragen könnte:

  • Ist die Futterzusammenstellung in Ordnung?
  • Ist die Besatzdichte nicht zu hoch? Gibt es Stress im Stall?
  • Wie ist das Licht im Stall? Könnte es zu hell oder auch zu dunkel sein?
  • Gibt es Lichtreflektionen im Stall? Auch das kann Hühner irritieren.
  • Wie ist das allgemeine Klima im Stall? Ist es vielleicht zu kalt oder eher zu warm?
  • Ist ein Sandbad vorhanden?
  • Laden die Nester zum Verweilen und Brüten ein oder verlassen die Hennen sie oft frühzeitig wieder?
  • Sind die Nester dunkel genug? So das Kolleginnen nicht die vorgestülpte Kloake der Henne sehen können?
  • Sind erhöhte Sitzstangen als Rückzugsmöglichkeiten vorhanden? Sind ausreichend Plätze verfügbar?
  • Haben die Hühner genug Beschäftigung, auch während der Wintermonate?
  • Ist der Auslauf so gestaltet das er auch gerne genutzt wird?

Lösungen bei Problemen mit...

Weitere Ursachen einer Hühnererkrankung:

  • Stoffwechsel- und Nährstoffmangelerkrankungen
  • Unfälle und Vergiftungen

Folgend einige Buchempfehlungen zum Thema "Hühnerkrankheiten":

Hühnerkrankheiten Amazon Produktbild

Hühnerkrankheiten

Ein gesunder Hühnerbestand ist die Voraussetzung für eine ungetrübte Freude an der Geflügelzucht und -haltung. Dies setzt Grundkenntnisse über Haltung, Pflege, Vorsorge und Fütterung der Hühner voraus, um eine optimale Versorgung und Betreuung der Tiere zu gewährleisten. In kurz gefasster Form wird dem Rassegeflügelzüchter eine Übersicht über die wichtigsten Krankheiten ...

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Kompendium der Geflügelkrankheiten

Die 7. Auflage des Klassikers für die Betreuung und Behandlung von Geflügel ist komplett überarbeitet und auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Geflügelhaltung und -betreuung haben in den letzten Jahren gravierende Veränderungen erfahren, bedingt ...

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Homöopathische Tiermedizin

Beschreibung: Mit diesem Buch überwindet auch der Einsteiger jede Schwellenangst, sich der komplexen Materie der Homöopathie zu nähern. Wie interpretiert der Behandler die Symptome? Sind diese verlässlich und welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus? Lernende erhalten hier praxisnahe und konkrete Antworten auf diese Fragen der homöopathischen Tiermedizin. ...

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Quellennachweis:

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Hühner halten: artgerecht und natürlich

Wir halten dieses Buch für eine der besten Einführungen in die Hühnerhaltung. Viele Ideen und Tipps für diese Kapitel stammen aus diesem Buch. Entsprechend empfehlen wir jedem, der sich mehr mit der privaten Hühnerhaltung auseinandersetzen möchte, die Anschaffung dieses Buchs.

Von Carola Hotze und Katrin Juliane Schiffer

Kommentare

  1. geschrieben am 17. November 2013 um 15:48 Uhr

    :)

    Muss man die anderen Hühner dann auch töten? bzw. ist es ansteckend?

    • geschrieben am 10. November 2014 um 18:36 Uhr

      Müller Burkhard und Helga

      Wir haben vier Sulmtaler Junghennen, in den letzten 10 Tagen mit dem Eierlegen begonnen haben. Der kleine Stall hat seitlich 6 angebaute Nester und am Boden eine ausziehbare Lade. In dieser befindet sich die Einstreu mit Hobelspänen. Darüber sind die Sitzstangen für etwa 6 Hühner.
      Die Hühner haben einen umzäunten Auslauf von 2000 m2. Die Hühner habe ich nun etwa 2 Monate und alle 4 Hühner sind ganz lieb, haben sich prächtig entwickelt sind nicht scheu und haben alle 4 zum Legen begonnen.
      Leider sitzt seid 4Tagen eine Henne und bewegt sich kaum. Ihr Kamm, erstmals rot, wird zusehends fahl, sie frisst nicht und trinkt nicht, Ich vermute, dass sie ein Ei nicht legen kann und daher sehr krank ist. Haben sie einen Rat, wie ich ihr helfen kann?
      Vielen Dank
      Burkhard und Helga Müller

  2. geschrieben am 16. Dezember 2013 um 14:32 Uhr

    Brina

    Kommt darauf an welche Krankheit sie haben. Um welche Krankheit handelt es sich denn? Viele Hühnerkrankheiten sind anstecken, aber oft kann man alle Hühner zusammen behandeln.

  3. geschrieben am 18. Dezember 2013 um 10:17 Uhr

    Hanna

    Eines meiner sehr zutraulichen Hühner (Rhodeländer) sitzt seit heute Morgen aufgeplustert und mit „krummem“ Rücken (Schwanzfedern nach unten gebogen, extrem hoher Schwanzansatz) auf der Stange, ist träger und „friedfertiger“ als gewohnt. Was sollte ich tun?

  4. geschrieben am 20. März 2014 um 20:37 Uhr

    Siegfried Günther

    mein Hahn scheißt grün/weisen Kot!

  5. geschrieben am 24. März 2014 um 14:58 Uhr

    Petra

    Mein Suppenhuhn würgt und schreit gleichzeitig wenn es frisst hat am Hinterteil keine Federn mehr und das Hinterteil ist rot wie bei einem Pavian

  6. geschrieben am 16. April 2014 um 11:46 Uhr

    Etoile66

    Eins meiner Hühner hat anscheinend einen Latexhandschuh gefressen, hat fürchterlichen Durchfall. Ich habe Teile vom Latexhandschuh im Nest und im Stall gefunden. Waren dunkel, Zeichen, dass es durch das Huhn gelaufen ist.
    Ich hoffe, es stirbt nicht an Darmverschluss, da es jeden Tag legt.

    • geschrieben am 29. Oktober 2014 um 20:54 Uhr

      Sabine

      hat eines meiner Hühner letzte Woche auch geschafft, allerdings nur den gebördelten Rand ….
      ich suche jeden Tag alle Häufchen ab, bis jetzt ohne Erfolg.

  7. Brina
    geschrieben am 4. Juli 2014 um 15:21 Uhr

    Brina

    Bei Fragen zu Krankheiten, diese am besten im Forum stellen -> http://gartenhuehner.de/foren/
    Wir haben inzwischen zwar sehr viel gelernt, wissen aber leider nicht alles. Viel Erfolg!!

  8. geschrieben am 17. Juli 2014 um 11:03 Uhr

    Andrea

    Hallo!
    Wir haben es seit kurzem 5 Hühner. Seit zwei Tage fällt mir beim Stallreinigen auf, das wohl ein Huhn Durchfall hat. Ich weiss allerdings noch nicht welches und habe keine Ahnung warum.
    Sie benehmen sich ansonsten alle normal.
    Habt Ihr einen Tip für mich was das sein könnte?
    Sie gehen erst seit gestern ins Aussengehege…
    Sonnige Grüsse
    Andrea

  9. geschrieben am 26. Juli 2014 um 22:23 Uhr

    Micky

    Hallo,
    ich habe kürzlich 15 Hühner aufgenommen…
    Von meinen anderen Tieren weiß ich das Sie regelmäßig entwurmt werden müssen, wie ist das bei Hühnern?
    Wenn ja wie, jede Einzelne und Medikament bekomme ich bestimmt nur über den Tierarzt!
    Genauso mit Außenparasieten ? Manche haben hinten wenig Federn…
    Danke für jeden Tipp

  10. geschrieben am 29. Oktober 2014 um 21:02 Uhr

    Sabine

    Meine kleine Zwerg New Hampshire macht mir seit einiger Zeit Sorgen.
    Sie wurde erst träger, obwohl sie bis dahin Chefin in der Weibertruppe war (wohl weil sie als erste gelegt hatte und unglaublich temperamentvoll war);
    seit einigen Tagen ist sie sogar richtig schläfrig und fressfaul…
    sie trottelt irgendwie nur noch hinter den anderen (alles unterschiedliche Rassen, große und Zwerge, alles Hennen aus diesem Frühjahr) her und hat an nichts mehr Interesse.
    Seit drei Tagen hat sie auch das Eierlegen eingestellt.
    Sie hat keinen Durchfall, der Bauch fühlt sich weich an, die Atmung hört sich normal an….
    Am Wochenende saß sie oft in einem Busch und machte lange gurrende Geräusche.
    Wer hat so was schon erlebt?

  11. geschrieben am 16. November 2014 um 12:39 Uhr

    Angelika

    Hallo
    vllt kann mir jemand weiterhelfen… mein zwergseidenhuhn Lotte hat ein ganz dickes auge seit Freitag abend, ich weis nicht warum und den anderen hühnern geht es allen gut.

    lg Angelika

  12. geschrieben am 25. Februar 2015 um 20:36 Uhr

    anzaccody

    hallo,vielleicht kennt sich jemand mit sozusagenen Eierfressern aus.Ich weiss mir bald keinen Rat mehr. Wir haben 7 Hennen 4 braune und 3 weiße.Zuerst fehlte immer 1Ei-Schale lag auf dem Boden, mittlerweile werden bis zu 3Eier verspeist.Schale wird nicht gefressen.Die Tierchen sind bei bester Gesundheit und zumindest die braunen sehr zutraulich. Auch bekommen sie ausser ihrem normalen Futter noch Leckerreien.Ich möchte nicht das die Hühner geschlachtet werden.Mein Vater hat so zusagen die Nase voll.lg frank

    • geschrieben am 5. Mai 2015 um 17:51 Uhr

      Maria

      Du musst rausbekommen, wer die Eier frisst. Da Hühner selten eine Serviette benutzen, sieht man das oft am verklebten Schnabel. Diesen Übeltäter solltest du auf jeden Fall schlachten. Einmal ein Eierfresser – immer ein Eierfresser! Außerdem neigen Hühner dazu, sich blöde Angewohnheiten anderer ganz schnell abzugucken. Dann hast du auf einmal mehr als einen Eierfresser.
      Außerdem solltest du prüfen, ob das Hühnerfutter alle notwendigen Bestandteile enthält und außerdem dafür sorgen, dass immer genügend Muschelkalk o.ä. zur Verfügung steht. Dies ist für die Bildung der Eischale sehr wichtig. Auch gut ist, die Schalen der von euch verzehrten Eier im Backofen zu trocknen und mit Mörser (ich nehme eine kleine elektrische Kaffeemühle) zu zerkleinern. Als Eierschale dürfen sie nicht mehr zu erkennen sein. So kann man dem Eierfressen vorbeugen.

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