Die Infektiöse Laryngotracheitis

Einleitung in die Infektiöse Laryngotracheitis

Die Infektiöse Laryngotracheitis, auch kurz genannt ILT, ist eine ansteckende Virusinfektion, verursacht durch den Gallid Herpesvirus 1. Es handelt sich hierbei um einen Herpesvirus mit einer doppelsträngigen DNA der Gattung Alphaherpesvirinae und kommt weltweit vor.

Auch diese Viruserkrankung ist, wie die Meisten, meldepflichtig.

Verbreitung der Infektiösen Laryngotracheitis

Die Übertragung des ILT erfolgt durch direkten und indirekten Tierkontakt.

Bei einem direkten Tierkontakt wird der Erreger durch die Atemwege in Tröpfchenform ausgeschieden und an das nächste Huhn weiter gegeben. Ein Tier was den Erreger in sich trägt muss nicht immer offensichtliche Symptome zeigen. Zu einer indirekten Übertragung kann es durch Eierkartons, Käfige oder Fütterungsgeräte kommen, jedoch nicht durch die Eier selbst.

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 4 und 12 Tage und kann in schwerwiegenden Fällen zu einer Sterberate von bis zu 70% führen. Solch eine Mortalität ist jedoch eher selten, meist liegt sie zwischen 5 und 10 %.

Die häufigsten Infektionen mit ILT werden in den Herbst/Winter Monaten verzeichnet. Steckt sich ein Huhn mit der infektiösen Laryngotrachheitis an und übersteht diese Krankheit, wird es trotz allem ein Leben lang latent infiziert bleiben.

Infektiöse Laryngotracheitis - Die Diagnose

Die ILT kann, je nach Pathotyp des Herpesvirus, in eine akute und eine weniger akute Form unterteilt werden. Wobei die subakute Form der ILT die gleichen Symptome auf weist wie die schwere Infektion, nur weniger ausgeprägt. Als allgemein charakteristisch gilt die Entzündung der oberen Luftwege und des Kehlkopfes und kann bei einer akuten Form der infektiösen Laryngotracheitis bis hin zum Tod durch Ersticken an dem übermäßig gebildetem Schleim führen.

Sichtbare Symptome wären unter anderem:

  • reduzierte Legeleistung
  • Schnupfen
  • Schwellung des Gesichtes
  • erschwerte Atmung (Schnabelatmung)
  • Röcheln/Keuchen
  • Bindehautentzündung
  • Nasenausfluss oder Aushusten von blutigem Schleim
  • Tod durch Ersticken

Patologische Symptome:

  • Blutstauung und Hyperämie von Kehlkopf und Luftröhre
  • Bei einem schwerem Verlauf auch käsige Beläge oder Pseusomembranen

Sollte der Verdacht einer Infizierung durch ILT vorliegen, kann er durch eine elektromikroskopischen Untersuchung eines Luftröhrenabstrichs oder durch einen Antikörpernachweis mittels Immunfluoreszenz, bestätigt oder dementiert werden.

Inzwischen ist sogar ein Nachweis mittels PCR schnell möglich.

Bekämpfung der Infektiösen Laryngotracheitis

Wie bei jeder bislang beschriebenen Erkrankung ,kann man auch bei der ILT nur wieder darauf hinweisen, dass die Hygiene zu jeder Zeit das A und O zur Vermeidung von Krankheiten ist. Dazu gehört unter anderem auch, dass darauf geachtet wird keine erkrankten Hühner dem Bestand hinzu zu fügen.

Denn auch bei der infektiösen Laryngotracheitis ist bislang keine Behandlung möglich. Lediglich das Impfen, durch Augentropfen oder über das Trinkwasser verabreicht, kann einen Schutz gegen ILT gewährleisten. Selbst nach Ausbruch der Krankheit ist es oftmals noch im Rahmen des Möglichen die Ausbreitung zu minimieren, indem noch nicht infizierte Hühner nachträglich geimpft werden.

Quellen und wichtige Links:
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